Außergewöhnliche Maßnahmen der GVZ&A

  • Das Original bestimmter Dokumente muss dem Zoll vorgelegt werden. Ist es ausnahmsweise möglich, davon abzuweichen?

    Die digitale Beantragung und Erteilung von Bewilligungen und Genehmigungen ist die Regel angesichts der Maßnahmen zur sozialen Distanzierung.

    Bescheinigungen und Bewilligungen, die ursprünglich auf Papier ausgestellt wurden, können vorübergehend in digitaler Form an den Prüfer gesendet werden, selbst wenn eine Belastung erforderlich ist. Ist sie konform, wird die Erklärung angenommen.

    Wenn Bewilligungen oder Bescheinigungen auf diese Weise vorgelegt werden, muss der Anmelder eine Erklärung darüber beifügen, dass er im Besitz der Originaldokumente ist, die er selbst archiviert.

    Ausnahme bei der Ausfuhr: Dokumente, die vom Zoll abgezeichnet werden müssen und die die Sendung begleiten (z. B. ATR, EUR1). Ohne diese Validierung werden diese Dokumente im Bestimmungsland möglicherweise nicht akzeptiert.

  • Ist es möglich, die Ausdehnung einer Zollbewilligung zu lockern? Zum Beispiel Unternehmen, die zusätzliche Lager hinzufügen müssen, um den Bestand in der Logistikkette zu erhöhen.

    Inhaber von Bewilligungen für die aktive Veredelung, Zolllager, vorübergehende Verwahrungslager oder Be- und Entladeorte können per E-Mail die vorübergehende Ausdehnung ihrer derzeitigen Bewilligung auf andere Lagerstätten beantragen, sofern sich diese Lagerstätten in Belgien befinden und ausschließlich für die Lagerung von Waren verwendet werden, die noch keine endgültige zollrechtliche Bestimmung erhalten haben. GVZ&A - Vorübergehendes Hinzufügen von Lagerstätten

  • Gibt es Unterstützungsmaßnahmen in Bezug auf Zahlungsfristen?

    Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus hat die Generalverwaltung Zoll und Akzisen (GVZ&A) Unterstützungsmaßnahmen sowohl für Inhaber eines Kreditkontos als auch für diejenigen ergriffen, die kein Kreditkonto besitzen. Weitere Informationen: GVZ&A - Unterstützungsmaßnahmen in Bezug auf Zahlungsfristen

  • Die COVID-19-Kriste hindert mich daran, die „originalen“ Ursprungszeugnisse zu verwenden. Gibt es Alternativen?

    Auf Vorschlag der Europäischen Kommission, akzeptiert die GVZ&A, dass Ursprungszeugnisse bei der Einfuhr vorübergehend und unter bestimmten Bedingungen in digitaler Form vorgelegt werden können.
    Die Europäische Kommission fordert die Mitgliedstaaten im Hinblick auf die Ausfuhr auf, so weit wie möglich auf andere Zertifizierungsmittel zurückzugreifen, wie z. B. die Bewilligung als ermächtigter Ausführer.
    Zur Arbeitserleichterung für Wirtschaftsbeteiligte, die noch keine „ermächtigten Ausführer“ sind, ermöglicht die GVZ&A den Wirtschaftsbeteiligten vorübergehend und unter bestimmten Bedingungen, eine (vorläufige) Bewilligung als ermächtigter Ausführer zu erhalten, bevor es zu dem normalerweise verpflichtenden Audit kommt. Weitere Auskünfte: GVZ&A - Ausstellen einer Bewilligung ermächtigter Ausführer in Sachen Ursprungszeugnisse

  • Als zugelassener Empfänger habe ich Schwierigkeiten, meine Transitformalitäten innerhalb der in meiner Bewilligung festgelegten Frist zu erledigen. Gibt es eine Toleranz?

    Die GVZ&A toleriert vorübergehend für Unternehmen, die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der COVID-19-Krise haben, die Mitteilung der Ergebnisse der Warenkontrolle und von Unregelmäßigkeiten an die Bestimmungszollstelle spätestens am dritten Tag nach Erhalt der Bewilligung zum Entladen der Waren, unabhängig von der in der betreffenden Bewilligung genannten Frist.  Weitere Auskünfte: GVZ&A - Toleranz in Bezug auf die Notifizierungsfrist bei der Bestimmungszollstelle