Periodische Erklärung

Periodische MwSt.-Erklärung

  • Was ist die periodische Mehrwertsteuererklärung?

    Die periodische Mehrwertsteuererklärung ermöglicht es unter anderem, der Verwaltung Folgendes mitzuteilen:

    • den Betrag der mit den Kunden bewirkten Umsätze (Ausgänge) und die auf diese Umsätze geschuldete Mehrwertsteuer,
    • den Betrag der mit den Lieferern (Eingänge) bewirkten Umsätze und die auf diese Umsätze abziehbare MwSt.

    Die Erklärung macht die Differenz zwischen der geschuldeten MwSt. und der abziehbaren MwSt. deutlich.

  • Muss ich periodische Mehrwertsteuererklärungen einreichen?

    Ja, sobald Ihr Unternehmen mehrwertsteuerpflichtig ist und Sie ein Anrecht auf MwSt.-Abzug haben.

    In folgenden Fällen sind Sie jedoch von der Einreichung periodischer Erklärungen befreit:

    • Ihr Unternehmen unterliegt der Steuerbefreiungsregelung
    • Ihr Unternehmen unterliegt der Sonderregelung für Landwirte
    • Ihr Unternehmen bewirkt ausschließlich Lieferungen von Gütern oder Dienstleistungen, die gemäß Artikel 44 des MwSt.-Gesetzbuches steuerfrei sind, und für die Sie kein Anrecht auf MwSt.-Abzug haben.
    • Ihr Unternehmen übt bestimmte Tätigkeiten aus, und übt sein Recht auf MwSt.-Abzug nicht aus. Es handelt sich hier u. a. um: Tätigkeiten von Wäschereien, Färbereien, chemischen Reinigungen, Binnenschifffahrt, Verkauf von Abfallstoffen, Wettbüros von Pferderennen.
  • Wann muss ich MwSt.-Erklärungen einreichen?
    Achtung!

    Die hiernach aufgeführten Schwellenwerte von 2.500.000 Euro und 250.000 Euro sowie der Ausschluss wegen monatlicher Einreichung der Liste der innergemeinschaftlichen Umsätze gelten seit 1. Januar 2014.
    Weitere Informationen finden Sie in der Entscheidung Nr. E.T. 125.313

    Wenn der Umsatz Ihres Unternehmens 2.500.000 Euro (ohne MwSt.) überschreitet: 

    • müssen Sie monatliche Erklärungen einreichen,
    • müssen Sie diese Erklärungen einreichen und ggf. die geschuldete MwSt. spätestens am 20. des Monats nach dem Monat der betreffenden Tätigkeiten zahlen (siehe Kalender),
    • müssen Sie, weil Sie dann monatliche Erklärungen einreichen, auch eine Anzahlung auf die Steuer entrichten, die für die Umsätze des Monats Dezember desselben Jahres geschuldet ist. Weitere Informationen unter "verpflichtete Anzahlungen".

    Wenn der Umsatz Ihres Unternehmens höchstens 2.500.000 Euro (ohne MwSt.) beträgt: 

    • haben Sie auch die Wahl, vierteljährliche Erklärungen einzureichen.
    • Dann müssen Sie diese Erklärungen spätestens am 20. des Monats nach dem Quartal der betreffenden Tätigkeiten einreichen und ggf. den Saldo der geschuldeten MwSt. ebenfalls bis zu diesem Datum zahlen (siehe Kalender),  
    • und müssen auch eine Anzahlung auf die Steuer entrichten, die für die Umsätze des vierten Quartals desselben Jahres geschuldet ist.
    • Weitere Informationen unter "verpflichtete Anzahlungen".

    Sonderfälle

    • Sie müssen monatliche Erklärungen einreichen, wenn der Umsatz Ihres Unternehmens 250.000 Euro (ohne MwSt.) für die Gesamtheit Ihrer Lieferungen von folgenden Gütern überschreitet:
      • Energieerzeugnisse (Mineralöle oder andere Erzeugnisse, die zur Verwendung als Heiz- oder Kraftstoff bestimmt sind)
      • Mobiltelefonie-Geräten, Computer und ihren Peripheriegeräten, Bestandteilen und Zubehör
      • motorbetriebene Landfahrzeuge, die den Zulassungsvorschriften unterliegen    
    • Sie müssen monatliche Erklärungen einreichen, wenn Sie bereits zur monatlichen Einreichung Ihrer MwSt.-Liste der innergemeinschaftlichen Umsätze verpflichtet sind, weil der Gesamtbetrag der vierteljährlichen Lieferungen von Gütern, der in diese Liste einzutragen ist, entweder im betreffenden Quartal oder im Laufe eines der vier vorhergehenden Quartale 50.000 Euro überschritten hat.

    Sie müssen diese Erklärungen spätestens am 20. des Monats nach dem Monat der betreffenden Tätigkeiten einreichen und ggf. den Saldo der geschuldeten MwSt.  bis zum gleichen Datum zahlen (siehe Kalender).

  • Wie muss ich MwSt.-Erklärungen einreichen?

    Im Prinzip sind Sie dazu verpflichtet, Ihre periodische MwSt.-Erklärung elektronisch über Intervat einzureichen.

    Wenn Sie dazu aus einem der folgenden Gründe nicht in der Lage sind:

    • weil Sie nicht über die erforderlichen EDV-Mittel verfügen,
    • bei technischen Problemen,
    • usw.

    können Sie eine Erklärung auf Papier einreichen. Dazu reichen Sie eine unterschriebene, schriftliche und mit Gründen versehene Bescheinigung bei dem für Sie zuständigen Amt ein. Zudem müssen Sie bei dem für Sie zuständigen Amt Blankoformulare (Nr. 625) beantragen und diese an das Scanningcenter senden.

     Weitere Informationen zur Erklärung auf Papier (PDF, 1.16 Mo)