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Zahlung

AUSSETZUNG DER BEITREIBUNG VON „CORONA-SCHULDEN“

Worum handelt es sich?

Weist Ihr Unternehmen ausschließlich „Corona-Schulden“ (d. h. seit dem 1. Januar 2020 angehäufte Schulden) auf? Wenn ja, dann setzen wir die Beitreibung dieser „Corona-Schulden“ (Steuerschulden und sonstige Schulden) bis zum 30. Juni 2021 aus. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Ihnen diese Schulden erlassen werden, und auch die Verzugszinsen laufen während der Aussetzung weiter. Bei Zahlungsschwierigkeiten fordern Sie bitte einen Zahlungsplan an.

Ausnahme

Die Aussetzung der Beitreibung gilt nicht für:

  • Schulden in Zusammenhang mit festgestelltem Betrug oder der Organisation von Zahlungsunfähigkeit
  • Einziehungen
  • strafrechtliche Geldbußen (insbesondere Geldbußen in Zusammenhang mit dem Coronavirus)
  • Schulden in Bezug auf Unterhaltsforderungen

Darüber hinaus gibt es Maßnahmen, die wir auch während der Aussetzung weiter ergreifen können:

  • Notifizierung der Schulden an den Notar
  • Verrechnung von Steuerschulden
  • Sicherungsmaßnahmen
  • Verjährungsunterbrechung

ZAHLUNGSPLAN MIT ERLEICHTERUNGEN

Worum handelt es sich?

Steckt Ihr Unternehmen aufgrund der COVID-19-Krise in finanziellen Schwierigkeiten? Dann können Sie bis zum 30. Juni 2021 beantragen, dass wir:

  • Ihnen einen Zahlungsplan gewähren,
  • Sie von der Zahlung der Verzugszinsen befreien,
  • bei Nichtzahlung auf Geldbußen verzichten. 

Diese Unterstützungsmaßnahmen können unter bestimmten Bedingungen und nach Analyse Ihrer Situation in Zusammenhang mit Schulden ergriffen werden, die sich auf die Steuer der natürlichen Personen, den Berufssteuervorabzug oder die MwSt. beziehen. Wir möchten Ihnen auf diese Weise finanzielle Erleichterung verschaffen, damit Sie Ihre vorübergehenden Zahlungsschwierigkeiten überwinden können.

Was sind die Bedingungen?

  • Sie müssen über eine Unternehmensnummer (ZDU) verfügen.
  • Sie müssen nachweisen können, dass Sie wegen der Ausbreitung von COVID-19 in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind (beispielsweise Verringerung des Umsatzes, deutlich weniger Bestellungen und/oder Reservierungen, „Kettenreaktionen“ mit Partnerunternehmen usw.).
  • Sie dürfen keine strukturellen Zahlungsschwierigkeiten unabhängig von COVID-19 aufweisen.
  • Sie müssen die Bedingungen für die Einreichung der Erklärungen einhalten.
  • Die Schulden dürfen nicht aus einem Steuerbetrug resultieren.

Wir widerrufen die Unterstützungsmaßnahmen, wenn:

  • Sie den gewährten Zahlungsplan nicht einhalten (es sei denn, Sie nehmen rechtzeitig Kontakt mit uns auf),
  • ein Gesamtinsolvenzverfahren eröffnet wird (Konkurs, gerichtliche Reorganisation usw.).

Wie werden die Maẞnahmen beantragt?

  • Senden Sie dieses Antragsformular per E-Mail oder per Post an das zuständige Regionale Beitreibungszentrum, das anhand Ihres Wohnsitzes (natürliche Person) oder Ihres Gesellschaftssitzes (juristische Person) ermittelt wird.
  • Bitte senden Sie einen Antrag pro Steuerschuld (gültig für den Zahlungsplan, die Befreiung von Verzugszinsen und die Aussetzung von Geldbußen). Reichen Sie Ihren Antrag nach Erhalt des Steuerbescheids oder einer Zahlungsaufforderung ein. Innerhalb von dreißig Tagen nach Eingang Ihres Antrags werden Sie eine Antwort erhalten.

Wie finden Sie das für Sie zuständige Beitreibungszentrum?

  1. Klicken Sie hier, um unser Dienststellenregister zu öffnen.
  2. Geben Sie in dem Feld „Gemeinde“ Ihre Postleitzahl oder den Namen Ihrer Gemeinde ein.
  3. Klicken Sie auf „Suchen“. Sie erhalten dann die Angaben des Regionalen Beitreibungszentrums, das für die Bearbeitung Ihres Antrags zuständig ist (einschließlich Postanschrift und E-Mail-Adresse).
  4. Für ausländische Unternehmen ist das zuständige Regionale Beitreibungszentrum das Centre régional de Recouvrement de Bruxelles 1 (Boulevard Botanique 50, bte 315, 1000 Bruxelles / E-Mail-Adresse: crr.bruxelles1@minfin.fed.be).