Vorschüsse erhalten

FAQ Vorschüsse erhalten

  • Für wen kann ich Unterhaltsvorschuss erhalten?

    Der DUFO zahlt nur Unterhaltsvorschüsse für Kinder, denen ein Anrecht auf Unterhalt zuerkannt wurde; das heißt:

    • minderjährige Kinder, denen aufgrund eines Vollstreckungstitels (ein Urteil, eine notarielle Urkunde usw.), Unterhalt zuerkannt wurde,
    • Kinder, die als Minderjährige aufgrund eines Vollstreckungstitels Unterhalt erhielten und noch Anspruch auf Kindergeld haben.

    Achtung!

    • Der DUFO zahlt nur Vorschüsse für zukünftigen Unterhalt und nicht für Rückstände.
    • Der DUFO zahlt keine Vorschüsse für persönlichen Unterhalt, der dem Ex-Partner zuerkannt wurde.

    Sie können Hilfe bei der Rückforderung des Unterhalts erhalten. Beachten Sie, dass der DUFO Sie nur dann bezahlen wird, wenn Ihr Ex-Partner freiwillig an den DUFO gezahlt hat oder wenn der DUFO das Geld von ihm zurückfordern konnte (zum Beispiel durch Pfändung seines Lohns).

  • Wieviel darf ich höchstens verdienen, um Vorschüsse zu erhalten?

    Um Anspruch auf Unterhaltsvorschüsse zu haben, darf Ihr monatliches Nettoeinkommen Folgendes nicht überschreiten:

    • 2.200 Euro
    • zuzüglich 70 Euro pro Kind zu Lasten oder 140 Euro pro behindertes Kind zu Lasten

    Wie wird die Höhe der monatlichen Nettoeinkünfte in der Praxis berechnet?

    Für die Berechnung der monatlichen Nettoeinkünfte werden nur Ihre eigenen Einkünfte berücksichtigt. Das bedeutet, dass wir nur Ihre persönlichen Existenzmittel berücksichtigen. Deshalb werden die Einkünfte Ihres Partners oder einer anderen Person, die mit Ihnen zusammenwohnt, nicht berücksichtigt.

    Beispiel

    der Antragsteller hat 1 Kind zu Lasten und seine monatlichen Nettoeinkünfte der letzten 3 Monate (ohne Jahresprämie) belaufen sich auf:

    • Oktober 2019: 1.800 Euro
    • November 2019: 2.100 Euro
    • Dezember 2019: 2.400 Euro

    Der gesetzliche Grenzbetrag beläuft sich auf 2.200 Euro (gesetzlicher Grenzbetrag) + 70 Euro (1 Kind zu Lasten) = 2.270 Euro

    Der Durchschnitt der monatlichen Nettoeinkünfte der letzten drei Monate beläuft sich auf: (1.800 Euro + 2.100 Euro + 2.400 Euro) / 3 = 2.100 Euro

    Der Durchschnitt der Einkünfte (2.100 Euro) liegt unterhalb des Grenzbetrags (2.270 Euro): Wir gewähren Ihnen also Unterhaltsvorschuss.

    Wir berechnen den Durchschnitt der monatlichen Nettoeinkünfte der letzten drei Monate und fügen 1/12 der Jahresprämien hinzu (Jahresendprämie und/oder Urlaubsgeld).

    Achtung, beachten Sie, dass Sie zusätzlich zu dieser Einkommensbedingung andere Bedingungen erfüllen müssen, wenn Sie Vorschüsse erhalten möchten.

  • Was muss ich bei der Berechnung meines Nettoeinkommens berücksichtigen?

    Sie haben gelesen, dass Sie maximal 2.200 Euro Nettoeinkommen pro Monat verdienen dürfen, um Vorschüsse erhalten zu können und möchten wissen, welche Einkünfte zu berücksichtigen sind?

    Um Ihr monatliches Nettoeinkommen zu berechnen, müssen Sie Folgendes berücksichtigen:

    • Alle Nettobeträge, die Sie jeden Monat über einen Arbeitsvertrag, einen Mietvertrag, einen Lehrvertrag oder die Gewährung eines Status (B. den Status einer Person mit Behinderung) erhalten,
    • 1/12 der Nettoprämien, die Sie erhalten oder nicht (Jahresendprämie, Schichtzulage, Nachtarbeitszulage),
    • 1/12 des Nettourlaubsgeldes,
    • Vorteile jeglicher Art (Essensgutscheine usw.).

    Um Ihr monatliches Nettoeinkommen zu berechnen, brauchen Sie Folgendes NICHT zu berücksichtigen:

    • das Einkommen einer anderen Person, die mit Ihnen lebt,
    • Kindergeld,
    • Zulagen für Personen mit Behinderung,
    • Beträge, die als „Existenzminimum“ gezahlt werden ((z. B. Eingliederungseinkommen).
  • Mein Kind ist volljährig; hat es noch immer Anspruch auf Vorschüsse?

    Ihr Kind ist älter als 18 Jahre? Dann haben Sie noch Anspruch auf Vorschüsse solange:

    • Ihr Kind noch Anspruch auf Kindergeld hat,
    • Sie selbst die anderen Bedingungen erfüllen.
  • Zahlt der DUFO Unterhaltsvorschüsse?

    Der DUFO zahlt nur Vorschüsse auf Unterhalt, den Sie in Zukunft monatlich erhalten sollten.

    Infolgedessen können Sie keine Vorschüsse auf Unterhaltszahlungen erhalten, die Sie in der Vergangenheit hätten erhalten sollen (sogenannte „rückständige Unterhaltszahlungen“).

  • Wie lange werden die Vorschüsse gewährt?

    Die Vorschüsse werden für einen Zeitraum von 6 Monaten gewährt.

    Dieser Zeitraum ist erneuerbar sofern Sie die folgenden Bedingungen immer noch erfüllen, vorwiegend folgende:

    • der Nettobetrag Ihrer monatlichen Existenzmittel überteit nicht die Einkommensgrenze,
    • Ihr erwachsenes Kind hat noch Anspruch auf Kindergeld.
  • Wie beantrage ich Vorschüsse oder die Erneuerung des Rechts auf Vorschüsse?
  • Wann zahlt der DUFO die Vorschüsse?

    Haben Sie eine Bestätigung der Beihilfe des DUFO erhalten? Im darauffolgenden Monat erhalten Sie zum ersten Mal einen Vorschuss.

    Zeitplan für die Zahlung von Vorschüssen für 2020

    MONAT

    ZAHLUNG

    Januar 2020

    21.01.2020

    Februar 2020

    18.02.2020

    März 2020

    17.03.2020

    April 2020

    22.04.2020

    Mai 2020

    19.05.2020

    Juni 2020

    23.06.2020

    Der monatliche Zahlungstermin für Unterhaltsvorschüsse wird auch in den folgenden sozialen Netzwerken veröffentlicht:

    Achtung: es dauert ein paar Werktage, bis die Summe auf Ihr Konto überwiesen wird.

  • Wieviel beträgt der Unterhaltsvorschuss?

    Im Prinzip entspricht der Vorschuss dem Betrag, den der Unterhaltspflichtige für Ihr Kind zu zahlen hat. Sie können aber nur maximal 175 EUR pro Kind pro Monat erhalten.

    Beispiele

    • Ihr Kind hat Anspruch auf Unterhalt von 180 Euro pro Monat: Sie erhalten einen Vorschuss von 175 Euro pro Monat.
    • Ihr Kind hat Anspruch auf Unterhalt von 120 Euro pro Monat: Sie erhalten einen Vorschuss von 120 Euro pro Monat.
    • Ihre beiden Kinder haben Anspruch auf Unterhalt von 100 Euro pro Monat: Sie erhalten einen Vorschuss von 200 Euro pro Monat.
  • Wann stellt der DUFO die Zahlung von Unterhaltsvorschüssen ein?

    Der DUFO zahlt keine Unterhaltsvorschüsse mehr, wenn:

    • der DUFO seine Beihilfe ganz oder teilweise eingestellt hat,
    • kein Unterhalt mehr zu zahlen ist (zum Beispiel durch einen neuen Vollstreckungstitel, aus dem hervorgeht, dass kein Unterhalt mehr zu zahlen ist, weil Ihr Kind nicht mehr unterhaltsberechtigt ist usw.),
    • Ihr monatliches Nettoeinkommen den Grenzbetrag von 2.200 Euro (erhöht um 70 Euro pro Kind zu Lasten oder um 140 Euro pro behindertes Kind) überschreitet
    • Sie keinen Anspruch mehr auf Kindergeld für Ihr erwachsenes Kind haben.