Steuererklärung bei einem Sterbefall

Steuererklärung bei einem Sterbefall

  • Mein Ehepartner oder gesetzlich zusammenwohnender Partner ist 2020 verstorben. Wie fülle ich unsere Steuererklärung für die Einkünfte 2019 aus?

    Wenn Sie zuvor eine gemeinsame Steuererklärung erhalten haben, erhalten Sie auch für die Einkünfte 2019 eine gemeinsame Steuererklärung. Die Verwaltung sendet eine Erklärung auf den Namen beider Ehepartner oder gesetzlich Zusammenwohnender.

    Sie können sich nicht dafür entscheiden, getrennt veranlagt zu werden. Sie geben also Ihre eigenen Einkünfte und die Ihres Ehepartners oder gesetzlich zusammenwohnenden Partners an.

    Die Erklärung muss von Ihnen und den Erben, Universalvermächtnisnehmern oder den Beschenkten Ihres verstorbenen Partners unterzeichnet werden.

    Achtung: Sie können diese Erklärung nicht über Tax-on-web einreichen. Sie müssen Sie daher per Post zurücksenden.

    Wenn Sie keine Erklärung auf Papier erhalten haben, können Sie ein Exemplar bei Ihrem Veranlagungsamt anfordern.

  • Mein Ehepartner oder gesetzlich zusammenwohnender Partner ist 2019 verstorben. Wie fülle ich meine Steuererklärung für die Einkünfte 2019 aus?

    Wenn Ihr Ehepartner oder gesetzlich zusammenwohnender Partner 2019 verstorben ist, müssen zwei getrennte Erklärungen eingereicht werden:

    • eine Erklärung auf Ihren Namen, in der Sie Ihre eigenen Einkünfte angeben,
    • eine weitere Erklärung auf Namen des Nachlasses Ihres verstorbenen Ehepartners oder gesetzlich zusammenwohnenden Partners, in der dessen Einkünfte anzugeben sind.

    In Ihrer eigenen Erklärung müssen Sie sich entscheiden für die Erstellung:

    • einer gemeinsamen Veranlagung auf Ihren eigenen Namen und den Nachlass Ihres verstorbenen Ehepartners oder gesetzlich zusammenwohnenden Partners.

      Die Verwaltung wird dann beide Erklärungen zusammenlegen und beide Ehepartner oder gesetzlich Zusammenwohnende werden gemeinsam veranlagt. Sie müssen Ihre Wahl treffen, indem Sie Code 1012 (Rahmen II) in Ihrer Erklärung ankreuzen.

      Achtung!

      Sie können sich nicht für eine gemeinsame Veranlagung entscheiden, wenn Sie und Ihr Ehepartner oder gesetzlich zusammenwohnender Partner aus einem anderen Grund als dem Tod getrennt veranlagt werden müssen (z. B. wenn Sie oder Ihr Partner ein internationaler Beamter waren).
       
    • von zwei getrennten Veranlagungen.
      Sie werden dann einzeln veranlagt. Sie müssen Ihre Wahl treffen, indem Sie Code 1013 (Rahmen II) in Ihrer Erklärung ankreuzen.

    Wenn Sie keine Wahl treffen, wird die Verwaltung zwei getrennte Veranlagungen erstellen.

    Um die günstigste Option zu ermitteln, können Sie das Rechenprogramm Tax-Calc benutzen oder sich direkt an Ihr lokales Veranlagungsamt wenden.

  • Ich bin der Erbe von zwei Ehepartnern oder gesetzlich zusammenwohnenden Partnern, die beide 2020 verstorben sind. Wie fülle ich deren Steuererklärung für die Einkünfte 2019 aus?

    Wenn die Verstorbenen zuvor eine gemeinsame Steuererklärung erhalten haben, erhalten Sie für diese Personen auch eine gemeinsame Steuererklärung für die Einkünfte 2019. Die Verwaltung sendet eine Erklärung auf den Namen beider Ehepartner oder gesetzlich Zusammenwohnender.

    Sie können sich nicht für zwei getrennte Veranlagungen entscheiden. Somit tragen Sie die Einkünfte beider Ehepartner oder gesetzlich Zusammenwohnender in die Erklärung ein.

    Die Erklärung muss von den Erben, Universalvermächtnisnehmern oder Beschenkten der verstorbenen Ehepartner oder gesetzlich zusammenwohnenden Partner unterzeichnet werden.

    Achtung: Sie können diese Erklärung nicht über Tax-on-web einreichen. Sie müssen Sie daher per Post zurücksenden.

    Wenn Sie keine Erklärung auf Papier erhalten haben, können Sie ein Exemplar beim Veranlagungsamt des Wohnortes der verstorbenen Ehepartner anfordern.

  • Ich bin der Erbe von zwei Ehepartnern oder gesetzlich zusammenwohnenden Partnern, die beide 2019 verstorben sind. Wie fülle ich deren Steuererklärung für die Einkünfte 2019 aus?

    Wenn beide Ehepartner oder gesetzlich zusammenwohnende Partner 2019 verstorben sind:

    • sendet die Verwaltung zwei Erklärungen, die jeweils auf den Namen eines der Verstorbenen lauten,
    • erklären die Erben darin die Einkünfte, die der jeweilige Verstorbene im Todesjahr erzielt hat,
    • müssen die Erben sich auch für die gemeinsame oder die getrennte Veranlagung dieser Einkünfte entscheiden.

    Wenn sich die Erben für eine gemeinsame Veranlagung entscheiden:

    • müssen sie in der Erklärung des zuletzt verstorbenen Ehepartners oder gesetzlich zusammenwohnenden Partners die Codes 1022, 1024 und 1025 (Rahmen II) ankreuzen,
    • in der Erklärung des zuerst verstorbenen Ehepartners oder gesetzlich zusammenwohnenden Partners die Codes 1022 und 1023 (Rahmen II) ankreuzen,
    • wird die Verwaltung die beiden Erklärungen zusammenlegen, um eine gemeinsame Veranlagung zu erstellen.

    Wenn sich die Erben für zwei getrennte Veranlagungen entscheiden:

    • müssen sie in der Erklärung des zuletzt verstorbenen Ehepartners oder gesetzlich zusammenwohnenden Partners die Codes 1022, 1024 und 1026 (Rahmen II) ankreuzen,
    • in der Erklärung des zuerst verstorbenen Ehepartners oder gesetzlich zusammenwohnenden Partners die Codes 1022 und 1023 (Rahmen II) ankreuzen.

    Um die günstigste Option zu ermitteln, können Sie das Rechenprogramm Tax-Calc benutzen oder sich direkt an Ihr lokales Veranlagungsamt wenden.

    Achtung!

    Die Erben können sich nicht für eine gemeinsame Veranlagung entscheiden, wenn beide Ehepartner oder gesetzlich zusammenwohnenden Partner aus einem anderen Grund als dem Tod getrennt veranlagt werden müssen (z. B. wenn einer der Verstorbenen ein internationaler Beamter war).

    Bei der Entscheidung für zwei getrennte Veranlagungen dürfen Kinder und andere Personen, die die Bedingungen erfüllen, um als zu Lasten zu gelten, nur in einer der beiden Erklärungen nach Wahl als Personen zu Lasten eingetragen werden. Bei der Entscheidung für eine gemeinsame Veranlagung spielt dies keine Rolle, da die beiden Erklärungen zusammengelegt werden, um die gemeinsame Veranlagung zu erstellen.

    Die Erklärungen können über Tax-on-Web eingereicht werden: Erklärung zur Steuer der natürlichen Personen einer verstorbenen Person.

  • Was muss ich tun, wenn ich Erbe eines Verstorbenen bin, der noch Steuern zahlen musste?

    ICH BIN ERBE

    Als Erbe erben Sie:

    • das Vermögen des Verstorbenen
    • die Schulden des Verstorbenen

    Sie sind daher verpflichtet, die Schulden des Verstorbenen zu begleichen, einschließlich seiner Steuern wie z. B. die Steuer der natürlichen Personen, den Immobiliensteuervorabzug usw.

    Ihre Verpflichtung zur Zahlung der Schulden kann jedoch je nach Ihrer Einstellung zur Erbschaft variieren.

    • Wenn Sie die Erbschaft schlicht und einfach annehmen, müssen Sie alle Schulden des Verstorbenen begleichen. Achtung: Sie zahlen die Steuerschulden nur im Verhältnis zu Ihrem Anteil an der Erbschaft. Wenn es z. B. zwei Erben gibt, zahlt jeder Erbe die Hälfte der Steuern des Verstorbenen.

      Was muss ich tun? In diesem Fall müssen Sie keine Formalitäten erledigen.
       
    • Wenn Sie die Erbschaft unter Vorbehalt der Inventarerrichtung annehmen, müssen Sie die Steuern des Verstorbenen nur bis zu dem Betrag zahlen, den Sie im Nachlass erhalten.

      ​Was muss ich tun?  In diesem Fall müssen Sie:
      • eine Annahmeerklärung unter Vorbehalt der Inventarerrichtung bei der Kanzlei des Gerichts Erster Instanz des letzten Wohnsitzes des Verstorbenen abgeben,
      • ein Inventar der Güter der Erbschaft erstellen (normalerweise erstellt ein Notar dieses Inventar).
    • Wenn Sie auf den Nachlass verzichten, müssen Sie die Steuern des Verstorbenen nicht zahlen.

      Was muss ich tun?  In diesem Fall müssen Sie das Erbe bei der Kanzlei des Gerichts Erster Instanz des letzten Wohnsitzes des Verstorbenen ablehnen.

    ICH BIN DER EHEPARTNER ODER GESETZLICH ZUSAMMENWOHNENDE PARTNER DES VERSTORBENEN

    Für den Ehepartner oder den gesetzlich zusammenwohnenden Partner des Verstorbenen gelten dieselben Regeln wie für den Erben (siehe oben).

    In diesem Fall kann der Einnehmer Sie auffordern, die Steuern Ihres verstorbenen Ehepartners oder gesetzlich zusammenwohnenden Partners zu zahlen, auch wenn Sie die Erbschaft abgelehnt haben.

    Der geforderte Betrag ist der Betrag, den Sie als Ehepartner/gesetzlich Zusammenwohnender und nicht als Erbe zahlen müssen. Dieser Betrag kann variieren:

    • wenn Sie einen Ehevertrag abgeschlossen haben (vor oder während der Ehe)
    • wenn Sie einen Vertrag zur Regelung des Zusammenlebens abgeschlossen haben (vor oder während des gesetzlichen Zusammenwohnens)
    • wenn Sie tatsächlich getrennt sind oder nicht oder wenn das gesetzliche Zusammenwohnen beendet wurde
    • je nach Art der Steuern

    Wenn Sie wissen möchten, welchen Betrag Sie zahlen müssen, wenden Sie sich an Ihren Einnehmer (seine Kontaktdaten finden Sie auf den Schreiben, die die Verwaltung an den Verstorbenen geschickt hat).

    ICH BIN VERMÄCHTNISNEHMER

    Sie sind Vermächtnisnehmer, wenn Sie den Nachlass (oder einen Teil davon) durch ein Testament erhalten.

    Sie müssen die Steuern des Verstorbenen ganz oder teilweise aufgrund Ihrer spezifischen Situation zahlen (z. B. Sie sind Universalvermächtnisnehmer, Quotenvermächtnisnehmer oder Einzelvermächtnisnehmer). Ihr Notar kann Ihnen dazu weitere Informationen geben. 

    Siehe auch die neuen Bestimmungen bezüglich der Freigabe der Bankkonten.

  • Was muss ich tun, wenn ich Erbe eines Verstorbenen bin, der Anrecht auf eine Steuerrückzahlung hat?

    Weitere Informationen hierzu finden Sie unter „Erstattungen”.